So gut wie alle CBD Öle haben ihren CBD Gehalt in Prozent angegeben. Aber warum ist das so und wie viel Prozent CBD bringt eigentlich die gewünschte Wirkung? Viele Nutzer sind der Meinung, dass besonders viel prozentualer Anteil an Cannabidiol (CBD) auch besonders viel hilft. Das es hier aber auf die Gesamtzusammensetzung des Öls an kommt wird oftmals von den Herstellern verschwiegen. In diesem Bericht versuchen wir etwas Klarheit ins Dunkel zu bringen und klären auf, welche Inhaltsstoffe in den gängigen CBD Ölen verwendet werden und was die Prozente bedeuten.

Es gibt inzwischen die verschiedensten Hersteller von CBD Produkten. Bei dem Angebot an verschiedenen Marken sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Sogar in bekannten Drogeriemärkten gibt es bereits das CBD Öl im Ladenregal, doch welches ist das richtige?
 
Trägeröl im CBD Öl:
In den CBD Ölen werden immer so genannte Trägeröle verwendet, da das CBD nach dem Extrakt ein zäher Klumpen ist, der in dem Trägeröl aufgelöst wird. Als Trägeröle werden hauptsächlich Hanfsamenöl, Olivenöl und MCT Öl (auf Kokosnussöl Basis) verwendet.
 
Das Hanfsamenöl ist ein besonders kalorienreiches Öl und hat einen etwas nussigen Geschmack. Es beinhaltet etwa 70% gesättigte Fettsäuren und wirkt zusätzlich entzündungshemmend. Noch dazu sind wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink, Phosphor, Mangan, Kupfer und Natrium enthalten und es ist besonders reich an den Vitaminen B1, B2, E und A.
Es ist also ein gängiges Öl und durchaus eine passende Ergänzung zum Wirkstoff CBD.
 
Das Olivenöl hat einen geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren und einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren.Vitamine A und E sind im Olivenöl enthalten. Es beinhaltet weniger Nährstoffe als das Hanfsamenöl und soll aber unter Anderem besonders gut für die Haut sein. Deswegen wird es vorzugsweise bei kosmetischen Produkten verwendet.
 
Beim MCT Öl ist der Unterschied zu anderen herkömmlichen Speiseölen, dass diese mittelkettige Fettsäuren enthalten. MCT kommt in der Natur in reiner Form leider nicht vor, es ist aber vor allem in tropischen Pflanzenfetten wie Kokosfett zu finden. Die mittelkettigen Fettsäuren gelangen effektiver in den menschlichen Organismus und werden im Körper direkt in Energie umgewandelt. Der Körper kann sie ohne Gallensäure und fettspaltende Enzyme der Bauchspeicheldrüse aufschließen. Sie durchlaufen im Stoffwechsel somit zwar die Leber, aber die Galle wird praktisch ausgelassen.
Durch die schnelle Aufnahme im Körper können die Cannabinoide, welche im Vollextrakt enthalten sind, durch das MCT Öl wesentlich besser aufgenommen werden.
CBD Extraktion
Die Hanfpflanze beinhaltet eine Vielzahl an Cannabinoiden, wovon die Hauptbestandteile CBD (Cannabidiol) und THC (Tetrahydrocannabinol) sind. Je nach Pflanzenart ist entweder mehr CBD als THC enthalten oder genau umgekehrt. Zur Herstellung des CBD Öls werden logischerweise die Pflanzen mit einem besonders hohen CBD Gehalt verwendet. Klar ist aber, dass auch Pflanzen mit einem besonders hohen CBD Gehalt einen höheren THC Gehalt aufweisen, der aber nach gesetzlichen Anforderungen auf ein Maximum von 0,2% reduziert werden muss.
 
Unter hohem Druck löst das verdichtete, sogenannte überkritische CO² die gewünschten Substanzen aus dem Rohstoff, dabei ist THC am hartnäckigsten. Um dennoch so viel wie möglich Cannabinoide nach dem Extrakt zu erhalten, werden Pflanzen mit geringerem THC und geringem CBD Gehalt verwendet.
Werden also Öle mit höherem prozentualen CBD Anteil hergestellt, muss die Pflanze mehrere Extraktionsdurchläufe über sich ergehen lassen, um dem gesetzlichen THC Grenzwert zu entsprechen. Dabei gehen alle anderen Cannabinoide neben CBD nach und nach verloren.
 
Schlussendlich sind hochprozentige CBD Öle in Deutschland immer mehreren Extraktionsverfahren ausgesetzt und somit immer weniger natürlich. Oftmals ist von den vielen Cannabinoiden, welche gemeinsam eine viel bessere Wirkungsweise aufweisen, nur noch ein Bruchteil vorhanden.
 
Fazit:
Natürliche CBD Öle haben mit den verschiedenen Cannabinoiden ein wesentlich breiteres Wirkungsspektrum und enthalten seltenst einen höheren Anteil an CBD als 5%. Noch dazu kommt es auf das richtige Trägeröl an, damit sich die Cannabinoide im Körper schnellstmöglich entfalten können und eine hohe Bioverfügbarkeit gewährleistet ist. Zur optimalen Aufnahme wird MCT Öl als Trägeröl empfohlen. Somit lieber ein CBD Öl mit einem Gehalt von 2-5% verwenden und dieses bei Bedarf höher dosieren.